Wir beobachten ratlos, dass gegen die Klimakrise nur unzureichende Maßnahmen getroffen werden. Umso dringlicher wird das Bedürfnis, selber aktiv zu werden. Ein derartig komplexes Problem ist allerdings schwer anzugehen. Von der Macht der Konsument*innen ist häufig die Rede, ist da vielleicht was dran? Im Vortrag wird es erörtert, ob kritischer Konsum eine erfolgreiche Strategie für einen Wandel in Richtung auf eine nachhaltigere Gesellschaft ist. Spoiler: Ist es nicht. Und das hat mit unserer Wirtschaft und ihrer zugrundeliegenden Logik zu tun, wie ich zeigen möchte. Und dennoch soll dies uns nicht entmutigen, denn unser Handeln ist für eine Veränderung der Verhältnisse unentbehrlich.

Valeria Bruschi arbeitet seit mehreren Jahren im Bereich politischer Bildung. Sie hat Lektürekurse zum Kapital von Karl Marx und Einfühungsveranstaltungen in die Kritik der politischen Ökonomie geleitet. Sie unterrichtet Deutsch an Migrant*innen in Berlin.