Die Digitalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt hat weitreichende Folgen: Geschäftsmodelle wandeln sich grundlegend, ganze Jobs können automatisiert werden, Monopole verdrängen bestehende Strukturen.

Was bedeutet das alles für die Verteilung von Eigentum, für die ökologische Krise und für die Zukunft unserer Arbeit? In diesem Workshop sollen auch die Risiken der Digitalisierung diskutiert werden, aber vor allem die Chancen für ein freieres, selbstbestimmteres Leben im Mittelpunkt stehen. Über alldem steht die Frage: Wie müssen wir politisch aktiv werden und gestalten, damit die Veränderungen nicht zum Alptraum werden, sondern eine bessere Welt möglich wird?

Aber auch auf die Klimakrise, die hauptsächlich von unserer Art zu wirtschaften geprägt ist, haben die Entwicklungen einen gewaltigen Einfluss. Zum einen werden durch die Digitalisierung Umweltprobleme verschärft (Stichwort Stromverbrauch von Servern), zum anderen birgt die Digitalisierung auch Chancen durch Vernetzung Energie einzusparen (wie z.B. im Verkehrsbereich). Schließlich müssen wir uns aber auch die Frage stellen, wie „Vollbeschäftigung“ und 40-Stunden-Woche mit Klimaschutz vereinbar sind und ob weniger Arbeit – und da könnten uns technologische Innovationen helfen – nicht zwingend notwendig ist.

Moritz war von 2015-2017 Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND. Seit 2017 forscht und lehrt er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam und promoviert dort in Verwaltungswissenschaft. Er interessiert sich für die Schwachstellen unseres Wirtschaftssystems und vor allem für Visionen und Utopien, um über bestehende Strukturen hinaus zu denken.