Die globale Klimakrise stellt die Welt vor große Herausforderungen. Weltweit demonstrieren Millionen von Menschen für mehr Klimaschutz. Nach wie vor ist es dennoch ungewiss, ob es der Menschheit gelingen kann, die globale Erwärmung zu begrenzen.

Bei genauerem Hinsehen erstreckt sich zwischen Demokratie und Klimaschutz ein Spannungsfeld. Warum ist es für liberale Demokratien schwer, schnell und effektiv auf die Klimakrise zu reagieren, sprich einschneidende Maßnahmen durchzusetzen? Wie können wir mit den Rufen nach einem System, in dem Expertinnen statt Parlamente über die Zukunft entscheiden, umgehen? Wie schaffen wir es, Demokratie und Klimaschutz nicht gegeneinander auszuspielen und dennoch den Klimawandel einzubremsen? Welche Folgen hat es für Demokratien und das Vertrauen der Bürgerinnen in Politik, wenn Staaten permanent freiwillige Klimaschutzvereinbarungen ignorieren und geltendes EU-Recht brechen?

Gemeinsam begeben sich die Teilnehmenden auf die Suche nach demokratischen Antworten auf eines der drängendsten Probleme unserer Zeit.

Marlene Schönberger ist Politikwissenschaftlerin und forscht am Lehrstuhl für Politische Theorie der LMU München zur Zukunft der Demokratie. Sie ist bei Bündnis 90/ Die Grünen aktiv und im Landkreis Landshut Kreisvorsitzende.